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Amor – Love vs. Logic – CD Review

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Was lange währt wird endlich gut. Seit rund zwei Jahren spukte die Ankündigung des Amor Debüt-Albums durchs Netz. Am 02. Februar ist es soweit: „Love Vs. Logic“ wird via Arising Empire/Nuclear Blast sein Release feiern. Die Jungs aus Tempe/Arizona ließen sich eine gefühlte Ewigkeit im Studio Zeit. So erzählte die Band (Auszug): Ryan Daminson:Ich habe alle Energie, die ich hatte, ins Songwriting investiert. Dillon Conneally: Es hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis wir den passenden Sound für das Album hatten.

Die Arbeiten mit Produzent Matt Good (From First To Last) zahlten sich für die Fans aus. Das Erstlingswerk ist gespickt mit 11 Tracks. Eine ausgewogene Mischung aus Breakdowns und eingängigen Popmelodien.

Ein paar Vorboten hatte Amor bereits Mitte letzten Jahres veröffentlicht. Zwei Eps „Amor“ und „Stitched Together“ ließen die Musikfreunde schon mal aufhorchen. Hier kommt eine neue Alternative Band. Wir haben für euch mal Probe gehört.


Opener „Poison Play“ erinnert einen sofort an die Band „Paramore“. Mag vielleicht daran liegen, dass man eine ähnliche Songstruktur gewählt hat wie sie Paramore oft benutzen. So sind die Popmelodien sehr eingänglich, ansprechend gestaltet und der Gesang melodisch. Die noch sehr jugendlich klingenden Vocals tun ihr übriges. 
Auch im weiteren Verlauf des Longplayers wird diese rohe, noch ausbaufähige Stimme auffallen. Sehr schöne und klare Höhen und dazwischen schon leicht kratzige Ansätze lassen auf Großes hoffen.Was natürlich auch sein Gutes hat, denn so wartet man gespannt, was aus diesem Rohdiamant vielleicht noch werden kann.

Etwas härter wird es immer wieder auf dem Silberling. So vernimmt man die ersten Growls bei „At Odds With Self“. Dröhnende Basslines, satte Riffs lassen einen gern mehrfach hinhören. In den Liedern schwingen trotz allem sehr viel Gefühl und Emotionen mit.
Frequency“ wurde von der Instrumentalisierung etwas härter eingespielt, doch der Gesang ist sehr soft gehalten. Sehr gefühlvoll wurde „Twice Again“ intoniert.

Doch wirklich zieht der Sound erst ab der Hälfte des Longplayers. Hier wurden dann die Kracher geliefert, auf die man gewartet hat. Bei „Heart Locker“ könnte man vielleicht schon von Post Hardcore sprechen. Rhytmische Drums und leichte Electroelemente. Dazu Pop-Rock angehauchte Gitarrenriffs im Wechsel mit hämmernden Metal-Akkorden und einem Gesang, der von klar bis growl geht sprechen zumindest dafür. Wohingegen „Living Lies“ schon in die seichte Metalcore-Richtung driftet.

Erinnerungen an Bring Me The Horizon flammen auf. „The Exit“ überzeugt. Ballernde Bassline und Schlagzeugsalven eröffnen den Track. Mit kratziger Stimme steigt Sänger Dillon Conneally ein und die Gitarrenriffs runden das Soundgefüge ab. Die Screams sind durchdringend und so schafft es der Song, sich im Gehörgang einzunisten. Melodisch und doch lässt er nichts an Härte missen. Gut gewählter Abschlusstrack.

Fazit: Für ein Debüt ballert der Silberling ganz gut. Der harte Sound steht Amor besser als die gefühlvollen Popnummern zu Beginn der Platte. Jedoch macht die Mischung aus beidem ein gutes Album aus. Die Gruppe aus Tempe – USA, ist zwar noch jung an Jahren, jedoch sollte man diese Band nicht aus den Augen lassen. Hier ist Potenzial zu Größerem vorhanden. Hoffen wir mal, dass sich Amor nicht wieder zwei Jahre Zeit lassen werden, um den Nachfolger zu produzieren.

 

Punkte 8,5 von 10

Tracklist:

Poison Play
Clockwork
At Odds With Self
Frequency
Twice Again
Look Alive
Tonight Always
Heart Locker
Living Lies
Collisions
The Exit


Amor
Love Vs. Logic
Label: Arising Empire/ Nuclear Blast
VÖ: 02.02.2018
Genre: Alternative/ Post-Hardcore

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