Start Allgemein Black Magic Six – Black Cloud Descending – Albumreview

Black Magic Six – Black Cloud Descending – Albumreview

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Wir möchten euch heute Black Magic Six (BMS) vorstellen. An dieser Stelle ein Dank an Änne von Bite It, die uns wieder auf Musiker aufmerksam machte, die wir vorher nicht kannten.

BMS ist ein Duo bestehend aus Taskinen und Motherfuckin’ Japa. Die Herren haben, bis auf den Gong und das Glockengeläute, das komplette Album „Black Cloud Descending“ selbst intoniert. Produziert von Mitro Kylliäinen, bei Kung Fu Audio zusammen mit BM6, erscheint dieser 10-Track starke Silberling am 01. September via Svart Records und rotiert knapp 30 Minuten in der Anlage.

Die Storyline des Albums beinhaltet Geschichten von ständiger Flucht, dem Akzeptieren von Niederlagen, den Schicksalen von Ausgestoßenen, den Versagern und Betrunkenen. Storys von den Klügeren, von übertriebenen Lügen, vagen Gerüchten, verschwommenenen Geisteszuständen und verdächtigen Umständen – sogar mit dem Gedanken im Hinterkopf über die Möglichkeit der Erlösung, während man am Rande der Klippe steht, kurz bevor man hinunterfällt.

Mit „Black Goat“ fluten düstere Klänge den Raum. Zuerst wirkt der Track ruhig, zieht aber ab der Mitte deutlich an. Der Sound erinnert an die 70er Jahre und wirkt dadurch eher dumpf, dies ändert sich im Verlauf des Silberlings auch nicht.
Einen Punk´n´Roll bringt uns „Evil Eye Powder“. Der Song ist energiegeladener, liefert jedoch eher schlichte Gitarrenriffs und einen eingängigen Rhythmus.
Uns erinnert „Blood Of Babylon“ dezent an B52´s im düsteren Gewand. Die Melodie ist schlicht gehalten und trotzdem wird man zum Hinhören angeregt. Gesanglich halten sich alle Tracks bis jetzt zurück, die Vocals sind trotz eines rotzigen Punkcharmes nicht zu aufdringlich.
Ein wenig Blues gibt es bei „Werewolf Of Instanbul“ auf die Lauscher. Stimmlich rau und tief intoniert spricht dieses Lied uns deutlich an. Die seichten orientalischen Klänge im Mittelpart passen zum Thema. Zudem fühlen wir uns bei diesem und dem folgenden Stück an Tito & Tarantula erinnert.
Gegen die vorangegangenen Tracks wirkt „Aileen“ wie eine treibende Up-Tempo Nummer. Wieder mit einem „easy going“-Beat versehen, schafft es das Stück trotzdem, den Zuhörer musikalisch anzusprechen.
Der Titletrack „Black Cloud Descending“ hat im Refrain eine leicht aggressive Nuance, wenngleich das instrumentale Grundgerüst wenig bedrohlich vor sich hin rockt. Im Übrigen ist das einer unserer Lieblingssongs auf dem Album.
Rock-Blues schallt bei „Full House Blues“ aus der Anlage. Wir fühlen uns an Krimi-TV Schinken erinnert.
Leichtes Gitarrengezupfe, softes Getrommel und eher gesprochene als gesungene Lyrics dominieren „Forsaken Land“. Percussions und verzerrte härtere Saiten werden im letzten Drittel angeschlagen, wo das Lied mehr Fahrt aufnimmt.
Im ersten Moment dachten wir, es folgt eine Coverversion von „Woman“ von Wolfmother. Jedoch wurde bei „Landback Pond“ nur grob dieselbe rhythmische Richtung eingeschlagen. Obendrauf gibt es zweisprachige Lyrics, da ein Teil möglicherweise auf Spanisch eingesungen wurde.
Entspannt geht es mit „I Am Drunk“ in den Feierabend, denn nach diesem Stück ist Schluss mit dem Silberling.

Fazit: Wir fühlen uns, als hätten wir bei einem unserer älteren Familienmitglieder in der Schallplattensammlung gewühlt. Black Magic Six liefern mit „Black Cloud Descenting“ old school 70er Musik frei Haus. Die Tracks sind gut, es ist für Abwechslung gesorgt und wir hatten unseren Spaß beim Anhören der Platte. Es wurden viele Catchy-Elemente eingebaut. Das Ohrwurmpotential durch Refrains, Basslines oder die allgemeine Melodie ist für uns ausschlaggebend, hier so viele Punkte zu vergeben.
Jedoch ist der Sound, gerade weil er im Stil längst vergangener Tage gehalten wurde, auch einfach grottig. Anders kann man es nicht sagen. Wer nun meint, ok, damit kann ich leben, sollte hier zuschlagen. Für Soundfetischisten, die das Knacken von Schallplatten als störend empfinden, ist dieser Longplayer eher weniger geeignet.

7,5
7,5 points

Punkte 7,5 von 10

Tracklist
01. Black Goat
02. Evil Eye Powder
03. Blood Of Babylon
04. Werewolf Of Instanbul
05. Aileen
06. Black Cloud Descending
07. Full House Blues
08. Forsaken Land
09. Landback Pond
10. I Am Drunk

Black Magic Six
Black Cloud Descending
Lable: Svart Records
VÖ: 01.09.2023
Genre: Heavy-Dark-Rock n´Roll mit Punk/Blues Elementen

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Black Magic Six – Black Cloud Descending Tour 2023
07.09. Denmark, Copenhagen
08.09. Denmark, Århus
09.09. Denmark, Ålborg
14.09. Finland, Tampere, Tavara-asema + The Coffinshakers
15.09. Finland, Helsinki, Kuudes Linja + The Coffinshakers
16.09. Finland, Jyväskylä, Off Road Festival
30.09. Finland, Kouvola, House of Rock
21.10. Finland, Torvi, Lahti
03.11. Finland, Seinäjoki, Bar 15
04.11. Finland, Kokkola, West Cost Café
22.11. Germany, Würzburg
23.11. Germany, Köln
24.11. Germany, Karlsruhe
25.11. Germany, Rothenberg