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Uwe Nordwig Project – In Between – Review – Softe Klänge für ruhige Abende

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Wir haben diese Woche das Album vom Uwe Nordwig Project (Abkürzung im Text UNP) auf dem Tisch liegen. Dem ein oder anderen ist Uwe vielleicht als Backliner von Subway To Sally oder Eric Fish & Friends bekannt. Der 11-Track-starke Longplayer „in between” liefert euch eine ruhige, reflektierende und durchaus gefühlvolle Seite des Musikers und seiner Kollegen ab. Seit dem 28. März könnt ihr euch die Musik auf allen bekannten Streamingdiensten reinziehen.
Unterstützt wird Nordwig von Michael Wilhelm und Any Qwn. In mehreren Liedern ist Jürgen Ehle an Percussions/Bass und der Bariton Gitarre zu hören (Schlaflied). Des Weiteren übernahm Jürgen Ehle Mix und Mastering des Silberlings.

Der Longplayer wurde zweisprachig eingespielt, euch erwarten also deutsche, aber auch englischsprachige Texte, was ja nicht unüblich ist.

Mit „Raus in die Welt“ starten wir durch. Akustische Gitarrenklänge, Cachon und Percussions liefern das Soundgerüst, welches trotzdem kraftvoll aus der Anlage schallt. Gesanglich bewegt sich das Ganze im ruhigen Rock-Spektrum.
Treibender geht es mit „My Love“ weiter. Rockriffs, Schlagzeugbeats und englische Vocals, die etwas eingedeutscht klingen. Angenehm zu hören, wenngleich etwas irritierend.
„Wild Child“ erinnert etwas an Kid Rock, rockig, im Refrain im Duett (Uwe & Amy) harmonisch, aber eben wenig wild. Die eher soft gehaltenen Instrumentals sind leicht bluesig angehaucht, und der Bass brummt etwas, aber ist sonst stimmig.

Oha, mutig, mutig!
Das erste Cover auf dem Longplayer, und da greifen UNP doch glatt zu „Simple Man“ von Lynyrd Skynyrd. Die Nummer ist echt nicht einfach, aber wir sagen mal, das Cover ist nicht schlecht. Man erkennt natürlich das Original, doch hat es die Combo geschafft, dem Track eine eigene Note zu verleihen. Das Instrumental etwas kraftvoller als im Original, dazu der Gesang, der hier und da etwas gedrückt klingt, das schulden wir mal der Vocal-Range, die das Stück benötigt. Alles in allem sagen wir hier aber, Herausforderung gemeistert.

Man merkt, der rote Faden, welcher ruhige und sanfte Töne versprüht, zieht sich durch da ganze Album. Auch „Dreams Tonight“ liefert softe Klänge, die irgendwie beruhigend auf einen einwirken. Schönes Gitarrengezupfe untermalt die angenehmen stimmlichen, zum Teil im Duett gelieferten Lyrics, die einen geradezu einlullen.
Der erste Track, der uns nicht ganz so gut gefällt, ist „Swing Higher“ das schulden wir dem (Da, da Dei), das sich zu oft wiederholt. Instrumental ist der Song jedoch ansprechend.

Noch etwas Kid Rock liefert „Best Time“. Blues- angehauchter Rock und eine fordernde stimmlich intonierte Einlage lassen einen auf jeden Fall wieder aufhören. Die Bassline ist gut hörbar, wenngleich wieder etwas brummig.
Der nächste Song erinnert uns so an Everlast. „Hello My Love“ liefert Percussions, Cachon und softes Gitarrenspiel. Gesanglich treffen Uwe und Amy wieder harmonisch aufeinander.

Als alteingesessene Deutsch-Rock-Hörer klingt „Dankbar“ einfach nach Peter Maffay, und das finden wir gut. Etwas rau und doch so ruhig, melodisch und eingängig, so greifen UNP das Thema Liebe auf und setzen es gekonnt musikalisch um, das es frisch und doch so bekannt ertönt.
Etwas für den ruhigen Schlaf liefert UNP mit „Schlaflied“. Die sanften Töne lullen einen geradezu ein. Wir tippen hier mal auf Klangschalen im Hintergrund, die eine energetische Heilung des Zuhörers beitragen sollen.

Zum Schluss gibt es ein weiteres Cover. „Mad World“, welches in den 80ern von Roland OrzabalTears for Fears geschrieben wurde. Was in den 80ern als Electro Pop aufgelegt wurde, verwandelte sich über die Jahre und die diversen Coverversionen in eine gefühlvolle Ballade. So haben auch UNP diesen Track in der soften Variante intoniert, die deutlich anspricht.

 

Fazit: Wer es gern etwas ruhiger angeht, aber trotzdem nicht auf Rock-Klänge verzichten möchte, sollte hier zuschlagen. Die Formation bewegt sich zwischen Kid Rock, Everlast und Peter Maffay. Der Sound ist gut, man kann alle Instrumente ausmachen, gesanglich vielleicht noch nicht perfekt „harmonisch“, aber stimmlich ansprechend, lässt sich das Album auch in Dauerschleife anhören. Für Abwechslung ist gesorgt.
Immer dran denken, wir sind altersbedingt sehr verzogen, wenn es um Musik geht, in diesem Fall sagen wir aber, hört unbedingt in den Longplayer rein, denn wir hatten Spaß daran.
Das große Thema sind für uns immer die Coverversionen, gerade wenn man die Originale kennt, weil man diese Bands selbst heute noch feiert. Hier bleibt uns nur zu sagen, gut gemacht, man erkennt eine eigene Note und das spricht an.

Punkte 8 von 10

Tracklist

01. Raus in die Welt
02. My love
03. Wild child
04. Simple man (cover)
05. Dream tonight
06. Swing higher
07. Best time
08. Hello my love
09. Dankbar
10. Schlaflied
11. Mad world (cover)

Uwe Nordwig Project
In Between
VÖ: Out Now
Lable:Electrocadero
Genre: Rock

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