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Crossplane – Fastlane – Review

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„We are Crossplane and we play Rock’n’Roll“. Wer bei diesem Satz an Motörhead denken muss, ist hier auch nicht ganz verkehrt.
Crossplane schmeißen eine weitere Portion Rock’n’Roll in den Ring.
Am 22. April soll der neue Silberling „Fastlane“ via El Puerto Records veröffentlicht werden.
Für die Heavy Rock’n’Roller aus dem Ruhrpott wird dies bereits das vierte Album sein, das sie auf den Tresen klopfen. Produziert wurde die Scheibe abermals von Waldstreet & Denroad (u.a. Grip Inc., Sodom, Moonspell) sowie Fronter Marcel „Celli“ Mönnig. Nach dem Release geht es dann auch direkt mit J.B.O. auf Tour.

Crossplane nehmen euch gleich mit 11 dreckigen Rocksongs mit auf die Überholspur.

Opener „Can’t Get You Out Of My Head“ gibt gleich mal die Fahrtrichtung an. Vom Grundkonzept klingt das Soundgerüst stark nach Motörhead, wenngleich hier die Basslines viel zu clean aufgenommen wurden. Die treibenden Beats scheppern uns aus den Boxen entgegen, und wieder einmal stellen wir fest, wie stark man eine bestimmte Art der Musik einfach vermissen kann. Kurz ist eine weibliche Stimme wahrnehmbar, und diese erinnert einen an Ofra Haza.
„Make Beer Not War“, leicht düster angehaucht und doch mit reichlich Energie lässt auch dieser Track das kleine Rocker-Herz höherschlagen.
Bei manchen Stücken schwingt eine seichte Punk-Nuance mit, wie zum Beispiel bei „All Hell Is Breakung Loose“, die für einen frischen Wind sorgt. Sattes Riffing und rauer Gesang sind bei Crossplane eben Programm und fast egal, wo man ihre Musik hört, man bekommt Bock auf ein Live-Konzert.

Bang your Head heißt es dann bei „Rock Out“, treibend, mit einer guten Portion an Härte versehen, reißt der Song einfach mit.
Die Tracks „Fastlane“ und „Rock’n’Roll Will Never Die“ legen an Tempo dann noch einen Zahn zu. Es soll ja auch keiner einschlafen hier. Auf der einen Seite klingt es nach Motörhead, auf der anderen Seite haben Crossplane natürlich auch ihren ganz eigenen Sound.

Auch mit „Search And Destroy“ und „Fields Of Bone“ bleibt es kraftvoll, wenngleich hier ein etwas langsamer Gang eingelegt wurde. Angenehm rau, fast schon rotziger Gesang neben den Rock-Instrumentals sorgen auch hier für Spaß beim Anhören.

„Epidemic“ schallt uns dann leicht Blues-Rockig aus den Boxen entgegen. Gefolgt von „Life Is A Monster“, das uns, warum auch immer, irgendwie an Beastie Boys denken lässt. Treibend, rotzig und leicht Punk-angehaucht, das könnte es wohl erklären.
Den Ausklang des Albums haben die Herren dann doch sehr gefühlvoll gestaltet. Mit „Black Is My Blue Sky“ zeigt die Formation, dass sie es auch mit ruhigem Heavy Rock schafft, ihre Anhängerschaft zu fesseln.

Fazit: Lemmy sitzt wohl auf einer Wolke und denkt sich „Well Done, Bitches, Well Done“. Das Album verdient es gehört zu werden und keine Angst, es ist nicht nur für die ältere Generation geeignet. Es klingt genug nach Motörhead, dass es Lemmy-Fans gefallen wird, und es ist frisch genug, um auch die Neueinsteiger anzuziehen. Für uns das einzige Manko, aber das hatten wir bei allen Motörhead-Alben auch, die Tracks ähneln sich halt stark.

9 PointsPunkte 9 von 10

Tracklist
01.Can’t Get You Out Of My Head
02.Make Beer No War
03.All Hell Is Breaking Loose
04.Rock Out
05.Fastline
06.Rock’n’Roll Will Never Die
07.Search And Destroy
08.Fields Of Bone
09.Epidemic
10.Life Is a Monster
11.Black Is My Blue Sky

Crossplane
Fastlane
Label: El Puerto Records
VÖ: 22.04.2022
Genre: Heavy Rock’n’Roll

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