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Earthless – „Black Heaven“ – CD Review

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Earthless melden sich mit ihrem vierten Album seit der Bandgründung 2001 zurück. „Black Heaven“ wurde das Psychodelic-Baby getauft, was am 16. März via Nuclear Blast das Licht der Welt erblicken soll. Der neue Longplayer soll sich laut Aussagen der Band sehr von den Vorgänger-Alben unterscheiden. Während die Erstlingswerke wie das zuletzt erschienene „From The Ages“ nur zwei bis vier Instrumental-Tracks aufwiesen, wurde jetzt erstmals mit Vocals gearbeitet. Des Weiteren packten es ganze sechs Lieder auf die CD. So können sich die Fans wieder auf feinsten Psychodelic, Space-Rock freuen. Denn stiltreu blieb sich das Trio im Grunde genommen ja doch.

Es ist immer mit einer gewissen Portion Mut verbunden, neue Wege einzuschlagen. Aus der Schublade der rein Instrumental-Bands und dem sicheren Hafen heraus ins Genregetümmel anderer einzutauchen kann einen auch buchstäblich absaufen lassen. Wir haben für euch mal Probe gehört und den Silberling ein paar Runden in der Anlage rotieren lassen.

Der Opener „Gifted by the Wind“ könnte den ersten Klängen nach aus dem Film „Shaft“ stammen. Funkeinstieg, der in Rock übergeht. Ansprechend durch satte Riffs, dem Mundharmonikaeinsatz im Mittel und Schlusspart und einer überzeugenden Gesangseinlage von Isaiah.

Mit ein bisschen mehr Tempo geht es in die nächste Runde, doch sticht der dritte Song heraus. Black Sabbath lassen grüßen, „Electric Flame“ könnte locker aus den frühen Jahren der Legende stammen. Eins ist sicher: Earthless müssen sich keineswegs verstecken. Feiner Psychodelischer Rock flutet den Raum. Gitarrenvibes und Schlagzeugbeats verleiten zum Chillen und sich auf den Wogen des Instumentals treiben zulassen. Stimmlich ausbalanciert mit leichter Ozzy-Nuance trifft der Track ins Schwarze.

Gitarrensolo satt gibt es im Titeltrack „Black Haven“, einem der zwei Instrumentalstücke des Albums. Düstere Athmosphäre breitet sich aus und man fühlt sich musikalisch in die 70er zurückversetzt.

Der ruhige und gefühlvolle Song „Sudden End“ wurde weise als Abschluss gewählt. Melodischer Schwermut zieht einen in den Bann.

Fazit: Ein klasse Album. Wer auf Gitarrenriffs und spacige Vibes steht, sollte zulangen. Sabbath, Ozzy und Doors Fans kommen hier auch auf ihre Kosten. Genialer Mix, ansprechende Instumentals plus gute Stimmfarbe machen den Silberling zu einem Hinhörer. Dafür dass nur sechs Lieder auf der CD sind, schlägt diese mit fast 40 Minuten zu Buche.

9 Von 10 Punkten

Tracklist
01. Gifted by the Wind
02. End to End
03. Electric Flame
04. Volt Rush
05. Black Heaven
06. Sudden End

Earthless „Black Heaven“
Label: Nuclear Blast
VÖ: 16.03.2018
Genre: Psychodelic Rock

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