Start Allgemein Buchbesprechung „Zwei Wie Zucker Und Zimt“ von Stefanie Gerstenberger und Marta Martin

Buchbesprechung „Zwei Wie Zucker Und Zimt“ von Stefanie Gerstenberger und Marta Martin

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Das von Mutter-Tochter Duo geschriebene Schmuckstück ist vor allem etwas für Teenager zwischen 12 und 15 Jahren, aber auch Erwachsene können sich auf dieser Zeitreise köstlich amüsieren.

Wie schon das Cover vermuten lässt, handelt es sich hierbei um einen leichten Schmöker für zwischendurch, der einem auch das ein oder andere Schmunzeln zu entlocken vermag.

Charlotte, kurz Charles genannt, kann es nicht fassen, wie wenig ihre Mutter sich gegen Tante Dagmar durchzusetzen vermag und natürlich schaukelt sich die ganze Situation wieder einmal hoch. Wütend geht Charles zu Bett. So weit, so normal. Als Charles am nächsten Morgen aufwacht, liegt sie allerdings nicht unter ihrem Poster von Rihanna, sondern im Jugendzimmer ihrer Mutter im Jahre 1980.

Verzweifelt versucht sie in ihre eigene Zeit zurückzuspringen und die ollen Latzhosen hinter sich zu lassen, doch das misslingt. Mutter Marion und Tochter Charles versuchen herauszufinden, wie Charles wieder zurück in die Zukunft springen kann, doch da Charles nun schon einmal da ist, versucht sie gleich ihre Mutter vor ihrem eigenen Unglück in der Zukunft zu bewahren und sie dazu zu bringen, doch endlich mal etwas für die Schule zu tun. Zum Beispiel. Doch das Jahr 1980 hat allerhand zu bieten – veraltete Ausdrücke, komisch gekleidete Jugendliche, die sich tatsächlich noch bis spät abends draußen herumtreiben und Atomkraft diskutieren und eine eigene Meinung haben.

Sachte versucht Charles also dem (Liebes-) Glück ihrer Mutter auf die Sprünge zu helfen bevor sie herausfindet, wie sie wieder in ihre Zeit zurückspringen kann, doch hat sie nicht mit Tante Dagmar gerechnet, die schon als 18jährige ein echter Kotzbrocken war.

Meinung: Man merkt dem Buch an, das es von Mutter und Tochter zusammen geschrieben wurde. Es beinhaltet das Feinste an Umgangssprache aus zwei Generationen und einen realistischen „Rückblick“ auf die Jugend und das Leben in den 80ern, weswegen auch die ältere Generation ihre wahre Freude an dieser Geschichte haben dürfte. Da die Geschichte aus der Sicht von Charles erzählt wird, ist die Sprache locker, flapsig, doch das stört überhaupt nicht. Es passt einfach in die Geschichte und hätte meiner Meinung nach anders gar nicht geschrieben werden können. Die knapp 350 Seiten fliegen nur so an einem vorbei und man fiebert auf das Ende hin um zu erfahren, ob Charles es wieder zurück in ihre Zeit schafft und ob sich in der Zukunft irgendetwas verändert hat. Gegen Ende des Buches kommen noch zwei Wendungen mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat. Es bleibt spannend und amüsant. Auch kann man etwas lernen durch die Reise in die 80er. Was der Leser aus diesem Buch für sich am Ende mitnimmt, bleibt jedem selbst überlassen.

Länge: 344 Seiten
Verlag: Arena
Erschienen: 06.06.2017
E Book 10,99€
Taschenbuch 12,99€
ISBN: 978-3401510132

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