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Lance King – ReProgam – Review

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Bereits vor acht Jahren legte Lance King mit dem Debüt-Album „A Moment In Chiros“ den ersten Grundstein für sein Soloprojekt. Als Fronter kennt man ihn vielleicht von der Band Pyramaze.

Nun meldet er sich zurück. Der Longplayer „ReProgram“ wurde am 29. März via Nightmare Records veröffentlicht. Darauf erwarten euch 11 Progressive-Metal-Tracks rund um Themen wie Psyche und Selbstbestimmung.

Einige Songs davon sind solider Metal, andere hingegen wirken sehr experimentell. Ihr bekommt einen Menge Gitarrenriffs, Drumgewitter und hoffentlich stimmgewaltigen Gesang auf die Ohren. Gelegentliche Keyboardklänge inklusive.

Die CD startet mit dem Titeltrack „ReProgram“. Metal der alten Schule hämmert aus den Boxen. Soweit schon mal ganz gut.Bei „Sand Your Ground“ hat man einen leichten Iron Maiden-Beigeschmack. Der Track beginnt mit treibendem Beat, nur um mit Einsätzen der Gesangsspur dann sehr ruhig abzuflachen. Im weiteren Songverlauf gibt es den Wechsel zwischen energiegeladen und flach dann noch häufiger.

Gute Riffs und dazu ein eingängiger Refrain mit reichlich Pop-Attitüde werden bei „Technology“ geboten. Nettes Gitarrensolo, welches mit seichtem Schlagzeugsound untermalt wurde, gibt es im Mittelteil. Gesanglich hält es sich auf dem Album bisher an die eher höheren Tonlagen.

Limitless“ startet sehr sanft, um dann mit einem satten Riff den Einstieg zu wagen. Etwas härtere Drumsalven machen sich neben Synthklängen breit. Auch in diesem Lied gibt es die Wechsel zwischen Metal und doch sehr popklebrigen Rhythmen. Im Ganzen gesehen ist der Track eher flach – und die Synthklänge werden irgendwann einfach nur nervig.

Der Abschlusstrack „A Mind At War“ ist mit fast 10 Minuten eine echte Qual. Pianoklänge liefern einen langsamen Einstieg. Stimmlich wird eine monotone, fast lieblos klingende Stimmfarbe angeschlagen. Dann ein Anstieg im Härtegrad, der leider nur vorübergehend anhält. Wieder ein Piano, weichgespülter Part, gefolgt von etwas mehr Power. Ein bisschen Gitarrengeschrubbe und plötzliche Stilwechsel. Ruppige Rhythmen und … och nee … zurück zum alten Beat. Nach über fünf Minuten darf man sich noch einen eingesprochenen Teil geben, danach wird es schon fast jazzig. Auch danach ein Hin- und Hergespringe der Rhythmen. Ein Keyboard, solo oder sollten es dann doch Gitarren sein, vielleicht auch beides zusammen, aber so wirklich ist es nicht auszumachen.

Fazit: Also, wer es experimentell mag, ein wenig eintönig und eher ein Album will, das man so nebenbei mal hören kann, könnte hieran Freude haben. Ich persönlich fand es öde. Es klang so, als hätte die Band Liederfetzen in einen Topf geworfen, und jeder durfte mal ziehen, um auszulosen, was man als nächstes im Song verwursten kann. Der Schlusstrack zieht sich wie ein klebriges Bonbon und will sich so gar nicht geschmacklich entfalten. Die Lyrics sind mit den Themeninhalten ganz in Ordnung, aber eben auch keine Meisterleistung. Stimmlich war es nun auch nicht das Gelbe vom Ei. Alles etwas schwach auf der Brust oder weinerlich angehaucht.

6 von 10 Punkten

Tracklist

01.ReProgram
02.Pointing Fingers
03.Stand your Ground
04.Technology
05.Reaction Formation
06.Limitless
07.Wild Open
08.Chaotica
09.Spell Of Domestication
10.Perfect World
11.A Mind At War

Lance King
ReProgram
VÖ: 29.03.2019
Label: Nightmare Records
Genre: Progressive Metal

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