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Enigma Experience – Question Mark – Review

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Enigma Experience vereint Musiker aus Schweden und Norwegen. Truckfighters-Gitarrist Niklas „Mr. Dango“ Källgren, Schlagzeuger Oskar „Pezo“ Johansson von Truckfighter/Witchcraft und Sänger Maurice Adams von Breed/Motorfinger haben sich für dieses Album gefunden. Mastermind Källgren zupft hier nicht nur die Gitarrensaiten, sondern spielt auch den Bass, schmettert die Backing Vocals und war als Producer, Komponist sowie für den Mix und das Mastering zuständig.

Veröffentlicht wird „Question Mark“ am 13. November via Fuzzorma Records. Das Album erscheint auf LP, CD und wird auch auf einer limitierten Vinyl-Edition in einem sehr exklusiven Box-Set mit Doppel-Vinyls mit Siebdruck, Doppel-Gatefold, Doppelplakaten und natürlich einer schönen Box erhältlich sein.

Question Mark beginnt mit einer rund 10-minütigen Odyssee. „Realitytime“ heißt der Rocktrack, der einem aus den Boxen entgegenschlägt. Der Song wartet mit satten Riffs, Drumsalven und guten, eher ruhig gehaltenen Vocals auf, denen ein gewisser Grunge-Touch nicht zu nehmen ist. Leichte Vergleiche mit Alice In Chains oder auch Soundgarden lassen sich hier nicht vermeiden.

Bei „Lonewolf“ kracht es auch hart aus den Boxen. Aber nicht etwa, weil der Sound nicht in Ordnung ist, sondern weil hier das Lied eine gewisse Härte aufweist.


Etwas ruhiger erklingt dann
„Mighty Mind“. Chilliges Soundgerüst aus Akustik-Gitarre und Schlagzeug. Gesanglich hält sich Maurice auch etwas zurück, so dass das Gesamtwerk fast schon als Ballade durchgehen könnte.
Mit einem Wechsel aus härter und rotziger, doch dann auch wieder ruhig in den Gesangsparts, kommt
„Corruption“ daher. Im weiteren Verlauf zieht der Track dann deutlich an. Instrumental ist hier Grunge auszumachen, wenngleich die Vocals nur gelegentlich daran erinnern.

Equilibrium“ ist so ein Track, bei dem du genau weißt, du kennst den Beat, aber dir fällt einfach nicht ein, woher du ihn kennst. Eingängig, Ohrwurm-Charme und man wird fast wahnsinnig, weil er so bekannt klingt.

Atmosphäre, fast hypnotisch wirkt „My Mind My Secret Place“ auf einen ein. Die akustisch gespielte Gitarre, das langsame, träge Tempo ziehen einen in seinen Bann. Nach etwa 3.40 Minuten zieht auch dieser Song gewaltig an. Gefolgt von einem gescheffelten Track namens „The Z“. Hier schwingt eine leichte Jazz-Note.

Zum Schluss gibt es noch mal Geballer satt. „The Zone“ ist eine eingängige, aber wütende Hymne, bei der Kallgrens typischer „Fuzz-Fueled Sound” hervorsticht. Man könnte dem Song auch eine psychedelische Note nachsagen.


Fazit: Nice, mal ein Album zu hören, das nicht dem typischen Metal-Rock-Klang mit sich bringt. Die Tracks sind in sich stimmig und es macht Spaß, die Scheibe rotieren zu lassen. Der Longplayer weist einen guten Mix aus Grunge, Rock und Metal-Elementen auf. Die Vocals sind ansprechend und bilden mit den Instrumentals eine Einheit, die oftmals im Gehör bleibt.


Punkte: 8,5 von 10


Tracklist:
1. Realityline
2. Lonewolf
3. Mighty Mind
4. Corruption
5. Equilibrium
6. In my mind my secret place
7. The Z
8. The Zone

Enigma Experience
Question Mark
Lable: Fuzzorma Records
VÖ: 13.11.2020
Genre: Rock/Grunge/Metal

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