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The Fright – Canto V – CD Review

2014
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Die Thüringer Dark-Rocker von The Fright haben am 13.10. ihr neues Album „Canto V” via SPA/Steamhammer released. Wie schon beim vorherigen Album „Rising Beyond“ (2015), liegt der musikalische Schwerpunkt mitten in Finnland, besser gesagt sind die 10 Tracks im Stil von 69 Eyes oder auch HIM gehalten. Ob das eher Segen oder Fluch ist, sei erst mal dahingestellt, denn immerhin wird in Bezug auf diese Bands durch die Bank weg großartiges erwartet. Als Produzenten konnte das dunkle Gespann Waldemar Sorychta gewinnen, welcher schon mit Tiamat, Moonspell, The Others oder Lacuna Coil gearbeitet hat. Die CD kommt im Digipack, beiliegend ein schön gestaltetes Booklet mit allen Lyrics und ein paar ansprechenden Fotos der Band.

Die CD beginnt mit „Bonfire Night“, dieses Lied könnte mit zu den stärksten Stücken des Albums gezählt werden. Es wurde eine ansprechende Dark-Rock Nummer kreiert mir einem Hauch an Western. Satte Riffs und dezent gespielte Drums bilden das Fundament des Liedes. Sänger Lon beweist, dass er sich stimmlich nicht hinter Jurki 69 (69 Eyes) verstecken muss. Ein weiterer, sehr starker Track ist „Oblivion“. Das Ganze beginnt mit Glockenläuten und Gitarrensound. Es folgt der tiefe, eindringliche Einsatz von Lon, bis sich der Titel aufbaut und seinen Höhepunkt im einprägsamen Refrain findet.

Natürlich sollten auf jeder Rock CD auch ein bis zwei Balladen sein. The Fright liefern mit „Fade Away“ ein düstere, melancholische, vom Klavierspiel eröffnete Schmusenummer ab. Gitarrenriffs und die durchdringenden Gesangsspur tragen zur Vollendung bei. Die weibliche Stimme stammte, wie auch bei „Oblivion“, von Cornelia Schmitt, welche sehr gut mit Lon im Duett harmoniert. Als weitere Ballade im Stil der früheren Skid Row könnte man „Drowned in Red“ betiteln. Die sehr ruhig gestaltete Rock-Melodie ist von Gitarrensounds durchzogen, das Schlagzeug ist gut hörbar wurde aber mit Zurückhaltung gespielt. Lon zeigt beeindruckend wie mächtig seine Screams aus den Boxen schallen können. Hier ist zu beachten, dass es sich dabei nicht um Hardcore sondern um Hard Rock Screams handelt, wir vergleichen mit Skid Row nicht mit Stick To Your Guns!

Des Weiteren haben es gleich mehrfach Gast Sänger auf die CD geschafft. Zum ersten wurde ein Duett mir Michelle Darkness (End Of Green) eingespielt. „Leave“ ist rockig treibend und doch eingängig. Stimmlich passten Lon und Michelle gut zusammen, was das Gesamtbild des Tracks abrundet. Auch hier lässt der Fright Frontmann wieder gekonnt seine Screams hören.
Zum zweiten holte man Andreas Löhr (Fliehende Stürme) ans Mikrofon. Das abschließende Lied des Albums ist ein Cover von „In Sicherheit“ der Fliehenden Stürme. Die Punkballade wurde wie schon im Originalen in Deutsch eingesungen.

Fazit: Für Fans von HIM und 69 Eyes kann man getrost eine Empfehlung aussprechen. Diese Zuhörerschaft kommt sicher auf ihre Kosten. Fakt ist, dass die Thüringer wissen was sie machen, sie verstehen ihre Instrumente und haben sich richtig ins Zeug gelegt. Sauber abgemischt und der satte Sound lassen „Canto V“ zum Hörvergnügen werden.
Mir persönlich fehlt jedoch das ganz besondere Etwas, die Kette, die einen fesselt, der Funke, der das Feuer entfacht. Klar, es ist mehrfach hörbar, hat eine tolle Mischung und doch packt es mich nicht richtig.

 

Punkte 7,5 von 10
Tracklist:
01. Bonfire Night 04:24
02. No One 03:21
03. Wander Alone 03:51
04. Love Is Gone 03:26
05. Fade Away 05:42
06. Oblivion 03:49
07. Leave 04:34
08. Drowned in Red 05:14
09. Century Without a Name 04:44
10. In Sicherheit 03:51

 

The Fright
Canto V
Label: SPA/Steamhammer
VÖ: 13.10.2017
Genre: Gothic-Rock/Dark-Rock

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