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Reaven – For Tomorrow – Review

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Reaven sind eine vierköpfige Pop-Rock-Formation aus Frankreich. Wenn ihr also den Pop-Klängen und den Electrobeats frönt, hört doch mal in ihr neues Album rein.
Der 15-Track-starke Silberling „For Tomorrow“ erscheint am 06. Mai via iMusician im Handel. Die Geschichte der Combo beginnt, als Roméo Bassi (Leadsänger & Gitarrist) und Vincent Fernandes (Drummer & Backing-Vocalist) damals in der Mittelschule eine Band gründeten. Nach zig Konzerten zieht es die zwei aus ihrer Heimatstadt Troyes nach Paris, dort treffen sie auf Rudy Bournazel (Bassist & Backing-Vocalist) und Keyboarder / Backing-Vocalist André Rocha.

Es folgte 2018 ihr gefeiertes Album „Unbreakable“, welchem eine Europatour folgte. Auftritte mit verschiedenen Künstlern, darunter Iron Maiden, Lou Bega, Judas Priest und Nena, standen auf dem Programm.
Ihre drei letzten Singles „Escape”, „Hope” und „Electric Love” rutschen in die Playlists von Hunderten von Radiosendern in fast 50 Ländern. Was mal wieder zeigt, dass Pop in der Welt einfach seinen Platz hat.

Wir haben für euch mal in „For Tomorrow“ reingehört und werden hier in gewohnter Weise einfach mal raushauen, was wir vernommen haben.

Vorab ein Hinweis, hört das Album ruhig etwas lauter an!
Mit dem Opener „Reflection“ schleicht sich direkt so ein Coldplay-Touch ein. Der zu Beginn softe Track bekommt im Verlauf ein ruhig gespieltes Drumming, seichte Electrovibes und mehrstimmige Vocals verpasst. Auch bei „A Place Where You Belong“ verhält es sich ähnlich, jedoch wirkt das Instrumental deutlich lebendiger oder auch energischer. Die Gesangsparts fallen immer sehr harmonisch aus, da sticht nichts unangenehm heraus, sondern alles fügt sich gut zusammen. „Rush Free Your Soul“ ist wie die Tracks davor, eben soft ausgefallen. Bis jetzt haben wir noch keinen Ohrwurm, können uns aber zumindest an Teile der Lieder erinnern.

„Electric Love“ ist der erste Song, der zumindest ein wenig Sommerfeeling rüberbringt. Die durchaus tanzbaren Beats fluten den Raum, obwohl es der kräftigste Song bis jetzt ist, bleibt ein gewisser Soft-Touch erhalten. Hier schreit es nach Sommer, Sonne, Strand und kaltem Bier!

Wem bis jetzt der Rock-Part am Pop-Rock gefehlt hat, bekommt diesen mit „Burning Night“ etwas verspätet nachgeliefert. Das Ganze hat so eine Mando Diao-, auch entfernte White-Stripes-Attitüde, die gerne noch etwas ausgeprägter hätte ausfallen können. Mit „Memories“ wird ein weiterer kraftvoller Track nachgeschoben. Leicht bluesig, den Zwischenpart hätte man sich vielleicht sparen können, aber das Gitarrensolo, wenn auch eher easy gehalten, wertet den Track wieder auf.
Auch „My City’s On Fire“ kann man sich anhören, aber so wirklich sticht dieser Song nun nicht heraus.
Gefühlvoll beginnt „Escape“ ungefähr in der Mitte, bricht der Track auf, zieht an und schwenkt dann plötzlich von Gesang zu Rap um, erhält eine leichte Jazz-Note, dieses Spiel wiederholt sich. Akustik-Gitarren-Gezupfe eröffnet „Hope“, die Nummer bekommt aber schnell einen Synth-Vibe verpasst und switcht dann zwischen diesen zwei Elementen hin und her. Die machen den Track ansprechend und man behält ihn auch ein wenig im Gehör.
„In Another Life“ zeigt auf, wie die Songs davor schon, dass sich Reaven voll auf die Pop-Schiene eingeschossen haben.

Gefühlvoll geht es mit „Hold Me Close“ weiter, zu unserer Überraschung enthält genau dieser Track dann eine größere Portion Rock-Elemente bereit. Des Weiteren klingt er nach Muse, Coldplay und Co. Gefolgt vom zumindest zwischendurch rocklastigen „Ordinary Heroes“, aber auch hier springt einem der Pop immer wieder massiv an. Ähnlich verhält es sich bei „I Can Do It“, wohingegen hier der Pop definitiv die Oberhand behält. Ja man möchte tanzen, die happy Vibes fluten den Raum und man kann durchaus Spaß am Track haben.

Balladentime „Brother In Life“, neben den Akustik-Gitarrenklängen gibt es soften, teils mehrstimmigen Gesang und eine einlullende Melodie, die zum Träumen einlädt. Die Augen können gleich geschlossen bleiben, denn mit „For Tomorrow Song“ gibt es einen ebenso gefühlvollen Ausklang aus dem Album, der jedoch im Mittelteil dann noch mal zur Pop-Ballade anzieht.

Fazit: Für ein Pop Album ist „For Tomorrow“ gut ausgefallen, für einen Pop-Rock-Longplayer fehlt uns dann hier und da doch etwas der Rock-Part. Wir würden jetzt am ehesten sagen, die ersten Tracks haben im Gehörgang gehaftet, da man in diesen beiden weiteren Durchläufen am schnellsten wieder drin ist und mitsingen kann. Wiedererkennungswert ist auch in Maßen gegeben, aber so richtig Highlight schreit uns hier nichts an. Wenn man das Pop-Rock-Genre mag, kann man hier aber getrost zuschlagen.

Punkte 8,5 von 10

Tracklist
01.Reflection
02.A Place Where You Belong
03.Rush Free Your Soul
04.Electric Love
05.Burning Night
06.Memories
07.My City’s On Fire
08.Escape
09.Hope
10. In Another Life
11. Hold Me Close
12. Ordinary Heroes
13. I Can Do It
14.Brother In Life
15.For Tomorrow Song

Reaven
For Tomorrow
Label: iMusician
VÖ: 06.05.2022
Genre: Pop-Rock

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