Start Allgemein Davey Suicide – Rock Ain’t Dead – Review

Davey Suicide – Rock Ain’t Dead – Review

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Davey Suicide hatten schon 2010 die ersten Demos am Start. Doch dauerte es bis 2012, bevor sie die ersten Gigs spielten. Das fünfte Studio-Album „Rock Ain’t Dead“ ist fertig und kommt am 24. Januar in die Läden. Mit ihrem Gutter-Goth-Rock-Alternativ-Metal machten die Jungs schnell auf sich aufmerksam. So durften sie erst im Dezember Static X in den USA als Support begleiten.

Zur Entstehung des Longplayers hat sich Fronter Davey in einem Interview bei uns ausgelassen, welches ihr hier nachlesen könnt.

Zitat: „Rock Ain’t Dead” kommt von meiner Vermutung, dass Rockfans nicht verschwunden sind, sondern dass sie nur einen Grund brauchen, sich wieder neu zu verlieben.

Uns liegt ein 13-Track-Silberling vor. Ein Song wurde hier in zwei Versionen intoniert. Ob die Amis das mit Rock Ain’t Dead geschafft haben, könnt ihr hier lesen.

Opener und Titeltrack „Rock Ain’t Dead“ kommt gleich mit einem kraftvollen Einstieg daher. Verzerrter Gesang, Screams und leichte Synthbeats mischen sich zu kratzigen Riffs und einem kraftvollen Schlagzeugsound. Der eingängige Rhythmus geht schnell in Fleisch und Blut über.

Reichlich Electro versprüht „Medicate Me“ (feat. Telle Smith). Rotzige Vocals, Aufzählreime und Schlagzeuggeballer, was für ein Mix. Obendrauf Nu-Metal-Vibes und der poppige Refrain lassen einen immer wieder aufhören. Und wenn man dachte, es geht nicht mehr, kommt ein kleines Gitarrensolo daher. Also wir mögen es!

Animal“ (feat. Gustav Wood) gibt uns noch mehr Pop. Groovige Rhythmen, abgehackte Riffs und einen eingängigen Refrain. Klingt ein bisschen wie eine Brachial-Version von Earth, Wind and Fire. Experimentierfreudig sind die Jungs, das muss man ihnen lassen.

Fetten Nu-Metal bekommt man bei „One Of My Kind“ auf die Lauscher. Tiefer, scheppernder Bass flutet den Raum. Hätte durchaus Korn sein können, was da läuft.

Auch „Death Won’t Tear Us Apart“ hat eine ansprechende Melodie, wirkt leicht poppig und ist doch kraftvoll ausgefallen. Lediglich als eine kurze Einleitung dient „Flyaway“ und geht über in „Disappear“. Der Song beginnt zunächst gefühlvoll, ruhig und weist deutlich in Richtung Ballade. Dann zieht er aber an, nur um ein Spiel aus Pop-Beats und Ballade zu eröffnen. Gen Ende wurde noch mit einem netten Gitarrensolo aufgewartet. An sich stimmig macht der Track echt was her, wenn man nicht nur auf harte Klänge aus ist. Nette Abwechslung auf dem Album.

Electro-Rock hämmert aus den Boxen, „Sinner“ weist tanzbare Rhythmen, abgehackte Riffs und ein wenig Pop machen den Song zum Hinhörer. Mit einer Art 30-Seconds-to-Mars-Vibe schlägt dann „Roit“ zu Buche. Hämmerndes Schlagzeug, treibende Melodie und genug Härte im Gitarrensound. Etwas deplatziert wirken die synthetischen Klänge bei „Bad Reputation“, aber sonst rockt das Ding ganz gut. Es wurde wieder viel Nu-Metal reingepackt. Auch beim folgenden Track lässt Korn wieder grüßen. „Addict“ (feat. Hyro the Hero) schlägt einem entgegen. Sprechgesang mischt sich unter scheppernden Bass. Harte Rap-Parts im Mittelteil, und auch hier muss man zugeben, es passt einfach alles zusammen und es hört sich gut an.

Die letzten zwei Songs sind „I Need You“, einmal feat. Blacklisted Me und einmal ohne. Schöne Pop-Balladen, leichte Synth-Untermalung. Gefühlvolle Gesänge machen sich im Raum breit. Gegen Ende zieht der Song ein wenig an, es wurde ein Gitarrensolo beigemischt, und auch die Vocals werden kraftvoller. Die zweite Version unterscheidet sich eigentlich nur dadurch, dass Blacklisted Me nicht mitmachen.

Ein gelungener Ausstieg aus dem Album.

Fazit: Devay Suicide liefern hier ein Top-Album ab. Die Tracks können sich durch die Bank weg hören lassen. Uns hat am besten „Medicate Me“ gefallen. Es wird einem eine gute Mischung aus elektronischen-Beats und harten Instrumentals geboten. Gesanglich ist von klaren bis verzerrtem Gesang auch alles da. Das „SD“ auch ganz soft können, stellen sie bei „I Need You“ unter Beweis.

Punkte 7,5 von 10

Tracklist

01. Rock Ain’t Dead
02. Medicate Me (feat. Telle Smith)
03. Animal (feat.Gustav Wood)
04. One Of My Kind
05. Death Won’t Tear Us Apart
06. Flyaway
07. Disappear
08. Sinner
09. Roit
10. Bad Reputation
11. Addict (feat. Hyro The Hero)
12. I Need You (feat. Blacklisted Me)
13. I Need You

Devay Suicide
Rock Ain’t Dead
Label:Out Of Line
VÖ: 24.01.2020
Genre: Alternative-Metal/Nu-Metal und Electro-Elemente

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