Start Allgemein Scarlean – Soulmates – Review

Scarlean – Soulmates – Review

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Scarlean gründeten sich 2012 in Frankreich. Die Formation liefert Alternative-Metal mit Nu-Metal-Elementen. Bereits 2018 haben sie ihr Album „Ghost“ veröffentlicht; wir berichteten. Am 29. November schickten die Musiker nun ihr neues Werk „Soulmates“ ins Rennen. Der Silberling wurde mit 12 Tracks gespickt. Wie schon bei seinem Vorgänger merkt man im Gesang keine Spur, dass die Band aus Frankreich stammt.

Englischsprachige Texte sind hier an der Tagesordnung. Der Fünfer hat sich nur dieses Mal weibliche Unterstützung für ein paar Tracks geholt. So wurde das Cover von „Wonderful Life“ mit Anneke Van Giersbergen eingesungen.

Wir haben uns die CD mal vorgenommen und geschaut, was da so auf euch wartet.

Gleich zu Beginn merkt man, da hat sich was getan. Wo „Ghost“ doch Track für Track eher ähnlich klang, gibt es dieses Mal mehr Abwechslung auf die Ohren. Das Album ist in sich stimmig. Es ist etwas ruhiger und softer eingespielt, aber das kann sich hören lassen.

Soulmates startet mit der Midtempo-Nummer „Next To The Makers“, welche mit softem Sprachgesang aufgewertet wurde. Die Melodie ist angenehm und durch die guten Riffs mit einer eher sanften Schlagzeuguntermalung sehr gut anzuhören, dem Ganzen mischen sich sauber eingesungenen Lyrics zu.

Bei „Haters“ denkt man erst einmal, hmm, etwas träge, vielleicht auch bedrückend. Unaufdringlich und doch präsent. Die Tempiwechsel lassen einen immer wieder aufhören. Gerade der Mittelteil sticht deutlich heraus, wenn der Song kurz anzieht.

Gitarrenriffs und ruhiger Gesang leiten „Wasting My Time“ ein. Nach ein paar Sekunden wird der Track etwas rotziger, nur um dann wieder abzuflachen. Auch dieser Song ist eher langsam, aber nichtsdestotrotz präsent. Im Mittelpart und gen Ende wird noch mal mit Soundeffekten unterlegt, und das klingt, als käme es aus einer Spieluhr.

Eigentlich ist „Perfect Demon“ eine Rock-Ballade. Doch im letzten Drittel werden Gitarre und Schlagzeug präsenter und der softe Gesang wirkt deutlich kratziger.

Wonderful Life feat. Anneke Van Giersberger“ ist gleich zweimal auf der CD vertreten. Der Song wirkt sehr bedrückend, düster und wurde mit weiblicher Unterstützung eingesungen. Anneke ist hier nicht so ganz tonsicher, immer wieder scheint da was zu entgleiten. Wir sind uns nicht sicher, ob dies vielleicht beabsichtigt war. Der Bass ist hier eine dominante Beigabe. In den zweistimmigen Passagen harmonieren die Stimmen aber ganz gut miteinander. Die zweite Version davon ist dann die Radio-Edition.

Schöne Schlagzeugsalven, abgehackte Riffs und scheppernder Bass, Nu-Metal-Beats fluten den Raum, „Tread Me Bad“ ist einer der härteren Tracks auf dem Album. Mit „You’ll Never Know“ wird es kurzweilig wieder softer, das gibt sich aber nach ein paar Tönen. Der Gesang steigt erstmal gefühlvoll ein, wird mit Verlauf des Tracks aber fordernder. Auch eher langsam kommt „Our World Will Surely Stop“ daher. Die Drums und Gitarrenriffs sorgen jedoch für genug Härte.

A Lie To Remember“ kling irgendwie nach 30 Seconds to Mars. Es ist der erste Track, der an eine andere Band erinnert. Gute Melodie und angenehmer Gesang prasseln hier auf uns herein. Bei „Ego“ ballern dann wieder diese abgehackten Riffs aus den Boxen. Kraftvoll und doch mit einer gewissen Ruhe versehen, ist die Nummer gut anzuhören. Auch „The Smell Of The Blood“ ist eher Midtempo, als härteres Geprügel.

Fazit: Wer es gern etwas softer mag und trotzdem nicht auf Gitarrenriffs und Schlagzeugsalven verzichten möchte, ist hier richtig. Gesanglich ist das Werk ansprechend, es ist in sich stimmig und unaufdringlich. Wir vermissen leider das Highlight. Der einzige Song, der uns etwas nervig vorkam, war „Wonderful World“, was aber den schiefen Tönen geschuldet ist.

Punkte 8 von 10

Tracklist

01.Next To The Makers
02.Haters
03.Wasting Me Time
04.Perfect Demon
05.Wonderful Life feat. Anneke Van Giersbergen
06.Treat Me Bad
07.You’ll Never Know
08.Our World Will Surely Stop
10.A Lie To Remember
11.Ego
12.Wonderful Life Radio Edit

Scalean
Soulmates
Label: Ghost Prod/Mystik Prod
VÖ: 29.11.2019
Genre: Alternative-Metal

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