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Alienare – Neverland – Review

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Das Electro-Duo Alienare hat am 15. November ihr neues Album „Neverland“ released. Der Silberling wurde mit 13 Synth-Pop-Tracks gespickt, inklusive eines Features mit AnnA Lux. Übrigens wurde gerade wieder eine Tour mit selbiger angekündigt. War das Vorgängerwerk noch sehr düster angehaucht, darf man sich nun wieder auf energiegeladene, tanzbare Beats der Zwei freuen.

Wer sich das Box-Set gönnt bekommt das Ganze in einer Brotdose geliefert. Obendrauf sind Neverland im Digipak, eine Bonus CD in einer Kartonstecktasche, #Neon-Fahne, eine Notiz und Zeichenblock, Sticker und ein handnummeriertes Echtheitszertifikat mit Autogramm im Set enthalten.
Das ist eine Menge Zeugs, muss man schon sagen!

Wir haben den Silberling für euch mal rotieren lassen, was wir davon halten, könnt ihr hier nachlesen.

Mit dem Opener „Departure“ geht es nach kurzem Boarding-Aufruf gleich treibend ins Geschehen. Sofort fällt auf, dass sich seit dem letzten Album nicht nur gesanglich was bei Alienare getan hat. Das Ganze hört sich stimmig und abgerundet an.
Auch bei „Unfamiliar Skies“ prasseln die Synthsalven aus den Boxen. Zwar ist der Track etwas ruhiger als sein Vorgänger, aber nicht weniger ansprechend.

Mit „#Neon“ ist dann eh kein Stillstand mehr möglich. Was so soft und ruhig beginnt, entwickelt sich beim ersten Refrain dann zur clubtauglichen Powernummer. Gelegentlich wird es für einen kurzen Augenblick wieder ruhiger, um schon kurz drauf wieder aus den Boxen zu hämmern. Das Lied treibt einen zum Tanzen nur so an. Voller Energie und doch nicht anstrengend oder gar aufdringlich breitet sich die Synthwelle im Zimmer aus.

Fast schon Herzschmerz, so viel Gefühl, das kennt man von Alienare gar nicht. Mit „World Away (feat. AnnA Lux)“ hauen die Jungs eine waschechte Electro-Ballade raus. Zweisprachig eingesungen, was nicht immer so einfach ist, schafften es die Künstler, eine Harmonie und Stimmigkeit zu erzeugen, die fesselt.

Die Tracks „Time Machine“ und „Ghost“ sind wieder schwungvoller, aber dennoch eher im alten Muster von Alienare intoniert. Was jetzt nicht heißen soll, dass sie nicht gut sind. Sie sind nur nicht so energiegeladen als der Anfang des Silberlings. Etwas ruhiger, langsamer und entspannter wurde hier mit Melodie und Gesang gearbeitet.

Aussagekräftig kommt dann „Human“ daher. Auch etwas ruhiger, aber allein schon wegen den Lyrics ansprechend. Teils wurde mehr eingesprochen als eingesungen, aber es passt zu dem Gesamtkonzept des Tracks.

Mit „The Colour Of My Soul“ folgt die zweite Synthballade des Albums. Sanft gesungen, mit ausreichend Bass versehen, wirkt der Song ansprechend. Geht aber nicht so stark unter die Haut wie „World Away“.

Durch „Never To Late“ und „The Deepest Of All Blacks“ kommt ein 80er/90er-Feeling auf. Irgendwie hätten die Nummern auch in der Zeit entstanden sein können. Die Tracks sind sich ähnlich und doch so verschieden. Wo „Never To Late“ in Melodie und Gesang etwas düster rüberkommt, wirkt „The Deepest Of All Blacks“ trotz Erwartung bei dem Songtitel so gar nicht düster.

Nochmal treibende Rhythmen gibt es bei „Something Like This“ und dem letzten Song für uns „Arrival“ auf die Lauscher. Wir können den Track „You Can Fly“ nicht bewerten, da dieser sich nicht auf dem Presse-Exemplar befindet.

Fazit: Wow der Unterschied von „Neverland“ zu dem Vorgänger -Album „AtelophobiA“ ist deutlich auszumachen. Neverland ist als Silberling in sich stimmig, die Lieder wirken ausgereifter und der Gesang weniger monoton. Einer unserer Lieblingssongs ist eindeutig „#Neon“ aber auch „World Away“ lief bei uns in Dauerschleife.

9,5 von 10 Punkten

Tracklist

01.Departure
02.Unfamiliar Skies
03.#Neon
04.World Away – Alienare / Lux, Anna
05.Time Machine
06.Ghost
07.Human
08.The Colour Of My Soul
09.Never Too Late
10.The Deepest Of All Blacks
11.Something Like This
12.Arrival
13.You Can Fly

Alienare
Neverland
Label: Team H (Edel)
VÖ: 15.11.2019
Genre: Electro/Pop/Dark Wave

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