Start Allgemein Twin Temple – Bring You Their Signature Sound… Satanic Doo-Wop – Review

Twin Temple – Bring You Their Signature Sound… Satanic Doo-Wop – Review

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Feministisch-Satanistischer Doo Wop ist doch genau das, was der Menschheit gefehlt hat! Zumindest dachten sich das Twin Temple, als sie sich an Halloween 2016 gegründet haben.

Heute erscheint ihr Debüt-Album „Bring You Their Signature Sound… Satanic Doo-Wop“ via Rise Above Records in den Plattenläden.

Für diejenigen, die sich nun nicht wirklich vorstellen können, was sie erwartet: Es hört sich in etwa so an, als ob Tim Burton „Dirty Dancing“ neu auflegt hätte.

Die typischen Rhythmen der 50s im dunklen Gewand. Eigentlich erwartet man bei den 11 Tracks eher, dass Oma und Opa übers Parkett schwofen, jedoch würden diese sonntags nicht mehr aus der Kirche kommen, wenn sie die Texte verstehen würden.

Gesanglich zieht man bei Sängerin Alexandra James am ehesten den Vergleich mit Amy Winehouse in Betracht. Die Texte handeln von Tod und Satan, was vielleicht komisch klingt, und doch als Gesamtwerk gar nicht mal so schlecht klingt. „The Devil (Didn’t Make Me Do It)” oder auch „Sex Magick“ erinnern sehr an die Dirty-Dancing-Klassiker. Aber man hört auch die musikalischen Vorbilder der Band, Chuck Berry, Buddy Holly und etwas Roy Orbison heraus.

Leicht nach Puerto Rico klingend schallt „Santa Muerte“ aus den Boxen. Während bei „Femme Fatal“ der seichte Swing mitschwingt. Einen Jazz-lastigen Instrumental-Quickie bekommt man mit „In Nox“ geboten, bevor es zum letzten Track geht.

Etwas nervig ist die satanische Messe am Ende des Silberlings ja schon. Mit über sechs Minuten schlägt das „Satanic Self Initiation Ritual“ zu Buche. Kann man machen, muss man aber nicht!

Fazit: Wer Doo-Wop mag, oder Amy Winehouse vermisst, sollte zuschlagen. Nettes Album und mal was Anderes zu den sonst doch eher ähnlichen Klängen der Schwarzen Szene. Der Sound ist gut, das Instrumental-Arrangement ist sehr 50s und spricht durchaus an. Gesanglich passt die Stimme sehr gut zum Rest. Allerdings hätte man das Ritual am Ende weglassen können. Textlich naja, warum eigentlich nicht? Viele singen über den Tod und Teufel … warum nicht mal mit Stil?

7,5 von 10 Punkten

Tracklist
01.The Devil (Didn’t Make Me Do It)
02.Lucifer, My Love [Explicit]
03.Sex Magick
04.I Know How to Hex You
05.I’m Wicked
06.In Lux
07.Santa Muerte
08.Let’s Hang Together
09.Femme Fatale
10.In Nox
11.Satanic Self Initiation Ritual

Twin Temple
Bring You Their Signature Sound… Satanic Doo-Wop
Lable: Rise Above Records
VÖ: 01.03.2019
Genre: Satanic-Doo-Wop

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