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Cleaning Women – Intersubjectivity – Review

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Die Reinigungsroboter von Cleaning Women bringen am 15. Februar ihr viertes Album „Intersubjectivity“ via Svart Records (Cargo) auf den Markt. Ich muss gestehen, ich hatte bis dato noch nichts von der Band gehört. Gegründet hat sich die Synth-Formation bereits 1996 und macht bis heute durch Konzerte, über den halben Globus verteilt, von sich reden. Das Besondere daran waren beziehungsweise sind wohl die Live-Sountracks, die sie zu diversen Stummfilmen auf den Stages zum Besten geben.

Die Nerds kennen bestimmt den Schwarz/Weiß-Film „Metropolis“, doch wenige wissen, dass Russland bereits 1924 „Aelita – The Queen Of Mars“ gedreht hatte. Genau zu diesem Sci-Fi-Streifen lieferten CW den Soundtrack.
Es ist ein ganz eigener Sound, den diese Roboter da kreieren. Hierfür baut sich das Trio eigene Instrumente. Neben dem „Coffee bean can Bouzouki“ benutzt man auch den „Laundry-Rack“-Bass oder den „Washtub“-Bass. So setzt die Combo mit ihren Beats und den ungewöhnlichen Instrumenten eine ganz eigene Note. Wir haben uns das neueste Werk „Intersubjectivity“ für euch mal vorab angehört.

Auf dem Album befinden sich 10 Stücke. Eingesungen in Englisch, Deutsch oder auch Französisch sind die Werke durch aus ein Hinhörer.

Den Start macht „Play Off“, ein Instrumental, welches langsam aufbaut. Mit Einsetzen des Basses und Schlagzeug-Beats wird direkt zum Tanzen eingeladen.

Leap Of Faith“ beginnt, und man könnte fast meinen, Iron Maiden meets Doc Who. Diese Melodieabfolge zieht sich durch das ganze Stück und setzt sich neben dem hohen Gesang im Gehörgang fest.

Ruhige Beats gibt es dann bei „Shadows In The Air“, gefolgt von „We Work It Out“, das Musikvideo hierzu ist bereits auf den üblichen Verteilern zu sehen und spiegelt einen kleinen Teil des Potenzials der Band wider. Ansprechend, groovig und eingängig.

Gefühlvoll erklingen die ersten Zeilen von „Je N’y Crois Pas“ aus den Boxen. Hier ist Chillen angesagt, auch wenn nicht jeder den französischen Text verstehen mag. Der Bass wirkt derweilen etwas zu hart, zu kräftig geraten zum Rest des Arrangements, aber es ist noch ok.

Ein gesprochener Text eröffnet „Living On The Streets“. Leichte Punkzüge brechen im Mittelteil durch, was das Lied etwas hektisch werden lässt. Jedoch muss man an dieser Stelle auch sagen, dass genau dies das Werk eben so einzigartig macht. Erinnerungen an „New Model Army“ werden wach.

Das in Deutsch gesungene Stück „Party Teufel“, was durch den mit Akzent behafteten Text immer mal zum Schmunzeln anregt, verkündet langsam den Schluss der CD.

Der Rauswerfer ist zugleich der Titeltrack „Intersubjectivity“. Seichte Marschrhythmen, synthlastig und mit verzerrter Stimme intoniert, regt auch dieser zum Bewegen an.

Fazit: Ein durchaus gelungenes Album, was durch guten Sound und experimentelle Beats überzeugen kann. Man kann die Scheibe getrost mehrfach hintereinander anhören, ohne dass sie aufdringlich oder langweilig wird. Vielleicht ist dieser Silberling ja nicht für jeden Geschmack etwas, aber für uns ist er hörenswert. Und wer seine Bude dazu putzt, hat eine gute Unterhaltung zur lästigen Arbeit.

Punkte 8 von 10

Tracklist

01.Play Off
02.Leap Of Faith
03.Shadows In The Air
04.We Work It Out
05.Je N’y Crois Pas
06.Life Among The Concrete Dust
07.Lofing On The Streets
08.Input Output
09.Party Teufel
10.Intersubjectivity

Cleaning Woman
Intersubjectivity
VÖ: 15.02.2019
Genre: Industrial/ Avantgarde
Label: Svart Records (Cargo)

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