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Gus G. – Fearless – CD Review

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Gitarrenvirtuose Gus G. liefert am 27. April mit „Fearless“ seine bereits dritte Soloscheibe ab. Viele kennen Gus durch seine Arbeit mit Ozzy Osbourne, wo er von 2009-2017 das Gitarrenbrett schrubbte. Aber auch seit 20 Jahren als feste Konstante bei Firewind machte er auf sich aufmerksam. Nach den zwei Vorgänger-Alben „I Am The Fire“ (2014) und „Brand New Revolution“ (2015) veröffentlicht er als Solokünstler nun „Fearless“ via AFM Records. Gleichzeitig spiegelt der neue Silberling auch ein neues spannendes Kapitel in der Gus G.-Geschichte. Denn aus dem Solo wurde durch Sänger/Bassist Dennis Ward (Pink Cream 69/Unisonic) und Schlagzeuger Will Hunt (Evanescence, Black Label Society) ein Trio.

Das neue Album umfasst neun Gesangsstücke und drei Instrumentalstücke. Darunter auch ein Cover des Dire Straits Klassikers „Money For Nothing“. Wir haben uns den Longplayer mal für euch angehört.

Bereits der Opener „Letting Go“ ist ein Brett sondergleichen. Satte Riffs, Schlagzeugsalven und melodische Gesangseinlagen überzeugen einen direkt. Schön treibend arrangiert, so dass es nicht langweilig wird und Lust auf mehr macht. Etwas düsterer geht es bei „Mr. Manson“ zur Sache aber auch da trumpft man mit Bass- und Gitarrenriffs auf. Das Solo im Mittelpart – wie nicht anders zu erwarten – war ein Hinhörer.
Titeltrack „Fearless“ fesselt einen durch ein schnelles, klassisch angehauchtes Intro, welches mittels Doublebass und harte Basslines durchbrochen wird. Durch die Tempiwechsel wird das Instrumental sehr ansprechend gestaltet und Gus G. kann durch sein Gitarrenspiel begeistern. Nicht umsonst wird der 37-Jährige Grieche bereits zu den ganz Großen im Gitarrenuniversum gezählt.

Die Midtempo-Nummer „Nothing To Say“ zeigt, dass es nicht immer hart zur Sache gehen muss. Gefühlvoller Gesang, der direkt unter die Haut geht, gepaart mit rockigen Riffs und kurzen unverzerrten Gitarrenparts sprechen für sich. Als wäre man nicht schon vom Können des Trios überzeugt, liefern diese ein hammer Cover ab. Mit „Money For Nothing“ von Dire Straits kreierte Gus. G nicht einfach eine Coverversion. Vielmehr wurde dem Track neues Leben eingehaucht, dem Klassiker ein zeitgenössisches Gewand verpasst und ihn so einmal runderneut mit deutlich härteren Soundgefüge über den Äther gejagt.

Mit „Thrill Of The Chase“ gibt es das zweite Instrumental auf die Lauscher. Das Gitarrenbrett rauf und runter. Melodiös und in einer durchaus beachtlichen Geschwindigkeit, inklusive der Unterstützung eines Schlagzeuggewitters fluten die Klänge den Raum.

Auch die folgenden Lieder sind einfach nur eingängig und oftmals erwischt man sich bereits nach dem zweiten Durchgang beim Mitsingen.

Fazit: Uns wurde zur Bemusterung nur die abgespeckte Version mit 10 Tracks zur Verfügung gestellt, jedoch sind wir der Meinung, dass diese aussagekräftig genug war um sich ein Meinung zu bilden. Ob sanfte Midtempo-Nummer oder Metalgeballer – das Trio überzeugt. Die Kreativität spricht an und auch nach mehrfachem Anhören wird es nicht langweilig. Sehr gelungen die Instrumentals – auch ohne Gesang fesseln diese. Was die Voice angeht war die Wahl von Dennis Ward wohl eine gut getroffene Entscheidung. Freunde der guten Musik werden an diesem Album Gefallen finden.

Punkte 9 von 10

Tracklist
01. Letting Go
02. Mr Manson
03. Don’t Tread On Me
04. Fearless
05. Nothing To Say
06. Money For Nothing
07. Chances
08. Thrill Of The Chase
09. Big City
10. Last Of My Kind
11. Little Ain’t Enough (Bonustrack)
12. Aftermath (Bonustrack)

Gus G.
Fearless
Lable: AFM Records
VÖ: 27.04.2018
Genre: Metal

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