Start Allgemein J.B.O. – „Deutsche Vita“ – CD Review

J.B.O. – „Deutsche Vita“ – CD Review

2016
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Seit fast drei Jahrzehnten treiben die Spaß-Rocker von J.B.O. mit einem Mix aus Schlager-Rock-Metal nun ihr Unwesen. Für true Metaler ein Graus, für Party Metaler eine Freude.

Am 30. März knallen euch diese Spaßvögel ihren bereits zwölften Longplayer „Deutsche Vita” vor den Latz. Euch erwartet typischer J.B.O. Aber diesmal ist es alles nur geklaut.

Die covern doch glatt von Schlager bis Kinderlied alles, was sie in die Finger bekommen haben. Einige der Lieder liegen den Musikern aber besonders am Herzen. Textlich alles einmal durch den Fleischwolf gedreht und mit Humor gewürzt erwarten euch 14 Tracks.

Wir haben den Silberling mal angetestet.

Der Prinzen-Klassiker „Alles nur geklaut“ eröffnet die CD. Wer gern mal rein hören will, das Video dazu ist erst vor kurzem Online gegangen. J.B.O. nehmen sich hier selbst aufs Korn. Schön mit Gitarrengeschredder und Schlagzeuggewitter versehen macht der Song Spaß und sorgt auf Partys oder Grillfesten für Laune.

Der Ostklassiker „Du hast den Farbfilm vergessen“ von Automobil/Nina Hagen wurde zeitgerecht in „Du hast das Smartphone vergessen“ umgetextet. Vom Sound immer noch ruhig gehalten ist der Track eher mau ausgefallen.

Die Franken haben sich auch einige Neue Deutsche Welle Hits gekrallt. Neben „Ich Will Spaß“ von Markus wurden diverse andere Stücke neu vertont. Wie schon im Original rufen J.B.O. zum Feiern auf nur eben etwas rockiger als zu NDW Zeiten. Nenas „Nur Geträumt“ wurde neu aufgelegt und mit sonderbarem Akzent eingesungen. Aus Carbonara wurde „Wer ist der Fahrer“. Aber alles in allem wird es dadurch auch nicht besser.

Der Tiefpunkt des schlechten Geschmacks wurde mit „Karneval in Sodom“ erreicht. Thrash-Metal-Karnevalsgegröle mit Tuba Getröte. Man weiß nicht ob man lachen oder weinen soll.

Davor und auch dahinter werden Kinderlieder wie „Lummerlandlied” oder „Wickie“ immerhin anhörlich im Rockgewand präsentiert.

Schlager sind meist eh schon kaum erträglich, da hilft auch ‘ne leicht kratzige Gitarre nichts mehr. Aus „Griechischer Wein“ macht man eben „Fränkisches Bier“, aber auch das geht nicht besser runter!

Fazit: Ihr seid Hardcore und habt starke Nerven, dann langt zu. Für voll sollte man J.B.O. eh nicht nehmen, sie sind und bleiben Blödelbarden. Dafür machen sie wiederum den Job ganz gut. Auf Grillpartys, Gartenfesten und dergleichen kann man den Silberling getrost rotieren lassen und nach ein paar Bier gröhlt man bestimmt auch mit.

5 von 10 Punkten

Tracklist
01. Alles Nur geklaut
02. Du hast Dein Smartphone vergessen // Originaltitel: “Du hast den Farbfilm vergessen” (Nina Hagen)
03. Ich will Spaß
04. Das Lummerlandlied
05. Wer ist der Fahrer // Originaltitel: “Carbonara” (Spliff)
06. Nur geträumt
07. Blaue Augen
08. Deutsche Vita
09. Karneval in Sodom // Originaltitel: “Bombenhagel”
10. Wickie
11. Hurra Hurra die Schule brennt
12. Grande Finale
13. Gewiss ist nur der Tod
14. Fränkisches Bier (Live In Augsburg 2014) Bonustrack

J.B.O.
Deutsche Vita
Label:AfM
VÖ: 30.03.2018
Genre: Rock/Hardrock

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