Start Allgemein Kurzinterview zum Next Step Festival mit Marc Schultz und Davide Casarano

Kurzinterview zum Next Step Festival mit Marc Schultz und Davide Casarano

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Das Next Step Festival wird am 21. April dieses Jahr zum ersten Mal stattfinden. Austragungsort des Spektakels ist das Stellwerk in Hamburg-Harburg. Junge Bands stellen sich vor, der ein oder andere Besucher entdeckt vielleicht seine neue Lieblings-Underground-Band und auch sonst stehen alle Regler auf Rock und Metal an diesem Abend. Wer kleinere Musikgruppen fördern will, ist hier genau richtig. Schaut vorbei, trinkt ein Bierchen, lauscht guter handgemachter Musik und habt einfach Spaß. Für euch haben wir uns mit den Veranstaltern unterhalten, um ein bisschen die Hintergründe dieses Events zu beleuchten.

Michaela: Wer von euch kam auf die Idee zum Next Step Festival?

Marc: Davide kam auf die Idee und hat mich dann mit ins Boot geholt. Nachdem er mir das Konzept erzählt hat, konnte ich nur noch ja sagen.

Michaela: Was genau ist das Next Step Festival?

Marc: Das Next Step Festival ist vor allem ein Festival für junge oder auch nicht mehr so junge Underground-Bands, die im Rock- und Metalbereich beheimatet sind.

Michaela: Wie kam es zu eurer Zusammenarbeit bzw. mit wem arbeitet ihr bei diesem Projekt noch alles zusammen?

Marc: Davide und ich kennen uns glaub ich schon seit vier Jahren. Damals hatte ich angefangen meine ersten Konzerte zu veranstalten und Davide war mit seiner Band bei einer dieser ersten Shows mit dabei und wie es in Hamburg halt ist, man läuft sich immer mal über den Weg und schnackt ‘ne Runde.

Michaela: Welche Bands können sich bei euch bewerben?

Davide: Eine direkte Bewerbung für das Festival gibt es nicht wirklich. Der Kader wird ungefähr ein halbes Jahr im Voraus festgelegt.

Michaela: Welche Auswahlkriterien habt ihr bei den Bands?

Davide: Ich sehe mich als Talent-Scout. Ich besuche verschiedene Konzerte in Hamburg, oftmals Bandcontest-Finale oder kleinere Auftritte wo Bands spielen, die einen guten Ruf haben.
Die Bands, die meine Aufmerksamkeit erregen, sei es durch deren spielerischen Können, tolle Bühnenpräsenz oder deren professionelles Verhalten abseits der Bühne schau ich mir genauer an. Einige Bands davon „teste“ ich in vorab bei meiner Veranstaltungsreihe „Rock an der Bar“.

Marc: Im Kern stammen die Bands aus der Konzertreihe Rock an der Bar, die Davide jetzt seit einiger Zeit in der Pooca veranstaltet. Ich glaube bis auf Kahuna, die dieses Jahr den Headliner geben, waren alle Bands bei den letzten „Rock an der Bar“ -Veranstaltungen dabei, oder Davide?

Davide: Kahuna waren seit ein paar Jährchen in meinem „Visier“. Es kam noch zu keiner Zusammenarbeit innerhalb des „Rock an der Bar“-Rahmens, ich durfte aber bei mehreren Angelegenheiten deren Talent bewundern. Ignes Nova (damals „Daymare) und die Co-Headliner Black Stains durfte ich glücklicherweise auch bei mir in die Pooca erleben. Die restlichen Bands wurden gescoutet und/oder sind mir empfohlen worden.
Auf der Festival-Webseite findet ihr den kompletten Kader *schmunzelt*

Michaela: Warum fiel die Wahl des Austragungsortes auf das Stellwerk?

Marc: Zunächst wollten wir ins Indra auf der Großen Freiheit gehen, aber leider gab es logistische Probleme, so dass wir uns einen neuen Standort suchen mussten. Dieses ist nun das Stellwerk. Das Stellwerk besitzt auch eine super Lage und hat ebenso wie das Indra ein Herz für Underground Bands.

Davide: Ich würde mich an dieser Stelle gerne beim Stellwerk bedanken. Dass sie uns so kurzfristig ihre Venue zur Verfügung stellen, ist echt ehrenvoll. Wir freuen uns auf ein tolles Indoor-Festival.

Michaela: Bei den Tickets ist mir aufgefallen, es gibt normale und Band-bezogene. Was hat es damit auf sich?

Marc: Richtig. Man hat die Möglichkeit mit einen Band-bezogenen Ticket die Band auch direkt zu unterstützen. Durch den Kauf eines, sagen wir zum Beispiel „Black Stains“ Ticket können wir einen Teil von den 10 Euro direkt auf die Gage von Black Stains drauflegen.

Michaela: Wie hoch ist das Kartenkontingent?

Marc: Insgesamt gibt es bzw. können wir bis zu 350 Tickets verkaufen.

Michaela: Was unterscheidet euch von anderen Underground-New-Comer-Bands-Fördernden Festivals?

Marc: Was ist der Unterschied? Eine sehr gute Frage! Ich glaube der Unterschied liegt darin, dass sich das Auswahlverfahren der Bands über ein ganzes Jahr hinzieht und die Bands sich bei Davides Konzertreihe quasi beweisen müssen, um am Ende beim Next Step Festival dabei sein zu können.

Davide: Joa. Dazu würde ich gern noch was sagen: Auf dem Festival, sowie während der Konzertreihe, spielen alle Bands um die 40 – 50 Minuten. Damit können sie all die Vielfältigkeit ihres Repertoires dem Publikum zeigen. Sie werden nicht nach 15 Minuten Spielzeit von der Bühne gestoßen, um Platz für die nächsten (von vielleicht noch 10 weiteren Bands am Abend) zu machen…

Michaela: Dankeschön, dass ihr Zeit gefunden habt, unsere Fragen zu beantworten. Wir freuen uns schon auf das Next Step Festival. Vielleicht wollt ihr noch ein paar Worte direkt an die Leser richten? Dann mal los!

Marc: Wir haben zu danken, dass du dir die Mühe gemacht hast. Ansonsten sei zu sagen … Wenn ihr auch ein Herz für neue und geile Bands habt, kommt am 21.04. ins Stellwerk und erlebt sechs fantastische Bands!

 

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