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Trivium – In The Court Of The Dragon – Review

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Trivium haben am 8. Oktober ihr neues Album „In The Court of The Dragon“ via Roadrunner Records veröffentlicht. Der 10-Track-starke Longplayer wurde produziert und abgemischt von Josh Wilbur. Das Album-Cover ziert ein eigens erschaffenes Ölgemälde des französischen Künstlers Mathieu Nozieres (@mathieunozieres bei Instagram).

Warum sich die Band für den Künstler entschieden hat, wird im Pressetext wie folgt erklärt:


Als die Musik von ‚In The Court Of The Dragon‘ Gestalt annahm, wussten wir, dass wir ein episches Artwork brauchten, wie man es etwa an den Wänden eines wichtigen Museums von einem längst verstorbenen Renaissance-Meister vorfinden würde“, so Heafy. „Nach ausgiebiger Recherche fanden wir einen der wenigen lebenden Künstler, der in der Lage ist, Kunstwerke wie Caravaggio und Gentileschi zu erschaffen – den Maler Mathieu Nozieres. Auf der Grundlage unseres Songtitels schuf Mathieu ein Ölgemälde auf Leinwand, das unsere kühnsten Vorstellungen übertraf. Es ist auf geradezu umwerfende Weise atemberaubend und episch und sieht aus wie die visuelle Entsprechung zum Song und dem Album.“

Der Silberling startet mit „X“, welches eine orchestrale Einleitung von Ihsahn (Emperor) zu „In The Court Of The Dragon“ ist. Es verleiht dem Ganzen eine kurze opulente Note, bevor die Band mit gewohnter Härte zuschlägt. Das offizielle Kurzfilm-Musikvideo wurde unter der Regie von Ryan Mackfall gedreht.
Auch bei
„Like a Sword Over Damocles“ ballern uns die Schlagzeugsalven und harten, ansprechenden Riffs um die Ohren. Die Vocals bewegen sich zwischen rohem Geschrei und softeren Passagen.
Bei
„Feast Of Fire“ wiederholt sich gekonnt dieser Spagat aus musikalischen, teils brachialen Ausbrüchen und Mainstreamtauglichkeit. Die Tracks sind hart genug, um alte Fans zu begeistern, aber auch die breite Masse kann so durchaus angezogen und begeistert werden.
Die Jungs haben es wohl eilig,
„A Crisis Of Revelation“ beginnt mit reichlich Tempo, flacht immer wieder kurz ab, nur um danach wieder an Fahrt aufzunehmen. Dennoch schafft es Trivium, die Songs melodisch und auch eingängig zu gestalten. Das Riffing ist gut und die Drums ballern anständig aus den Boxen.

Sehr gefühlvolle Klänge breiten sich mit „The Shadow Of The Abattoir“ in den Räumen aus. Im Refrain zieht der Track an und ab der Hälfte ist wieder Schlachtfest angesagt. Ein unerbittlicher Krieg zwischen Gitarrengeschredder und Drumgewitter entflammt, und alles endet fast so gefühlvoll wie es begonnen hat.
Voller Energie entlädt sich
„No Way Back Just Through“ aus der Anlage. Treibende Beats, gespickt mit Schlagzeuggeballer und hartem Gitarrensound, eben ein eindeutiger Trivium-Sound.

Ja, wir wissen, wir haben zwei Tracks ausgelassen, aber ihr sollt doch auch noch was zum Entdecken haben.

Beim Schlusstrack „The Phalanx“ klingt es verdächtig nach Thrash-Metal und Metallica. Hier hatten wir mehr erwartet. Der letzte Teil des Songs bricht dann wieder aus, softer Ausklang mit mehr oder weniger gefühlvollen Vocals.

Fazit: Man bekommt, was man erwartet. Trivium satt! Gekonntes Riffing, fette Drumgewitter und das Matt am Mikrofon. Den Wiedererkennungswert hat braucht man ja eigentlich nicht mehr erwähnen. Der Silberling ist für alt eingeschworene Fans genauso hörenswert wie für Neueinsteiger.

Punkte 9 von 10

Tracklist

01.X
02.In The Court Of The Dragon
03.Like A Sword Over Damocles
04.Feast Of Fire
05.A Crisis Of Revelation
06.The Shadow Of The Abattoir
07.No Way Back Just Through”
08.Fall Into Your Hands
09.From Dawn To Decadence
10.The Phalanx

Trivium
In The Court Of The Dragon
Label: Roadrunner / WMG
VÖ: 08.10.2021
Genre: Metal

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