Start Allgemein Walkways – Bleed Out, Heal Out – CD-Review

Walkways – Bleed Out, Heal Out – CD-Review

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Auf dem Weg nach oben sind die Alternativ-Metaller von Walkways. Die isrealische Band tourte bereits mit Größen wie „Disturbed“, „In Flames“, „Avenged Sevenfold“ und „Jinjer“ und konnte live absolut überzeugen. Jetzt haben die Jungs nach ihrem Debut-Album „Safe in Sounds“ aus dem Jahre 2013 ein neues Album auf den Markt gebracht. „Bleed Out, Heal Out“ heißt das Werk, das am 14. Juni via Nuclear Blast Records erschienen ist.

Das Album ist eine emotionale Achterbahnfahrt, eine Reise durch sechs Kapitel. Sie beginnt mit einem gebrochenen Herzen, geht dann über Rachegedanken hin zur Überwindung des Traumas und einem Neuanfang – einer neuen Liebe. Es folgt eine erneute Auseinandersetzung mit der Welt, mit Krieg, Umweltverschmutzung, Tierquälerei, einem Bedürfnis zur Selbstverbesserung und persönlicher Entwicklung. Das Album endet mit einem Kapitel, das dem ersten ähnelt – nämlich Schock, Enttäuschung, Verzweiflung über die Welt, dennoch bleibt das Verlangen sich zu bessern und das innere und äußere Chaos zu überwinden. Ganz schön harter Stoff, eine psychologische Auseinandersetzung mit vielfältigen Emotionen.

Der Opener „Till The End“ beginnt ruhig, doch das ändert sich schnell. Die Nummer ist solide aufgebaut, kraftvoll, zerbrechlich und doch wütend – ein starker Einstieg. Der Sound erinnert streckenweise an die früheren „In Flames“. „Hell Born Shove (Impossible)“ besticht mit hämmernden Riffs, wird durch den Gesang aber wieder deutlich softer. Überhaupt ist es erstaunlich, was Sänger Ran Yerushalmi aus seinen Stimmbändern rausholt. Er beherrscht meisterhaft den Wechsel aus Brust- und Kopfstimme, aber auch Screams gehören in sein Repertoire. Das alles präsentiert er mit voller Leidenschaft in diesem Song,

Bei „Half The Man I Am“ geht es knüppelhart zur Sache. Wow, was für eine Wut, die sich aber immer wieder im Chorus zügelt nur um dann wieder voll zuzuschlagen. Der wütende Höhepunkt scheint mit „Trumpet Call“ erreicht zu sein.

Absoluter Highlight und ein echtes Ohrwurmpotenzial hat der Titeltrack „Bleed Out, Heal Out“. Das ist eingängig, das lädt zum Headbangen und Moshen ein. „Throw away, those broken plastic, future worries. Bleed out, heal out and let go.“ Eine ruhige Nummer ist „Unbearable Days“, nur Gitarre, Streicher und Gesang – sehr soft und melodisch. Hier beweistWalkways“ ihre Vielseitigkeit. In die gleiche Kategorie gehört auch „Enough“ – mit tränenerstickter Stimme bricht die Verzweiflung an der Welt heraus. Ruhig und stark, eindrucksvoll und berührend. Mit „Human Beings“ und „Care“ nimmt das Album wieder etwas mehr Tempo auf, kommt aber nicht an die Aggressivität der ersten Songs heran.

Fazit: „Walkways“ legt mit „Bleed Out, Heal Out“ ein Album vor, dass sowohl politisch als auch persönlich ist. Mit großer Bandbreite von aggressiv bis zerbrechlich, insgesamt progressiv und frisch. Einige Highlights wie der Titeltrack lassen aufhorchen, leider insgesamt doch etwas eintönig. Die Band hat Potenzial und ist handwerklich stark, wir sind gespannt, was uns da in Zukunft noch erwarten wird.

7/10 Punkten

Tracklist:

01. Till The End
02. Hell Born Shove
03. Despair (For Heaven‘s Sake)
04. Half The Man I Am
05. Trumpet Call
06. Levitate
07. Bleed Out, Heal Out
08. You Found Me
09. Unbearable Days
10. Enough
11. Humane Beings
12. Care
13. Thank You
14. Bone Deep

Walkways
Bleed Out, Heal Out
Genre: Alternativ
Label: Nuclear Blast Records
VÖ: 14.06.2019

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