Start Allgemein Disconnected – We are Disconnected – Review

Disconnected – We are Disconnected – Review

471
0

2018 warfen Disconnected ihr Debüt „White Colossus“ über das Indie-Label Apathia Records auf den Markt. Hier wurden die wichtigsten Streaming-Plattformen genutzt. Physische Releases wurden lediglich in Japan und Europa vorgenommen.

Es folgten Supportslots für Tremonti, Judas Priest und Mass Hysteria. Wenn man nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht, könnt ihr Disconnected live auf dem Wacken Open Air 2022 sehen.
Die französische Formation legte 2021 mit ihrer EP „The Down Time“ nach.

Die vorab releasede Single „Unstoppebal“ heimste sich fette Streamingbeteiligungen auf die Lieder ein. So wurden auf Spotifiy und Co. mehr als 950.000 Klicks verzeichnet, und das Video via Facebook und YouTube schlug auch mit 100.000 Views gut ein.

Mit „We Are Disconnected“ wird ihr zweites Full-Album bereits am 01. April veröffentlicht. Der acht-Track-starke Silberling rotiert etwas über 40 Minuten in der Anlage.

Eröffnet wird der Longplayer mit kratzigem Gitarrensound. Der Track „Life Will Always Find It’s Way“ kombiniert das Riffing mit genau der richtigen Dosis Drumsalven, was ein melodisch-treibender Beat kreiert, der seinen Finishing-Touch durch eine angenehme, softe Gesangseinlage von Fronter Ivan Pavlakovik bekommt. Zumindest instrumental schwingt ein leichter Hauch Sepultura mit.
Mit „King Of The World“ wird ein richtig geiler Song nachgereicht. Hartbeats in harmonischem Einklang mit den gefühlvollen Vocals. Das Ganze wird durch Growls immer wieder durchbrochen und der Refrain setzt sich schnell im Gehörgang fest.

Balladen-Time, „Your Way To Kill“ lädt zum Träumen ein. Zartes Saiteninstrumentengezupfe, auch stimmlich wurde eine sehr weiche Seite angeschlagen. Nach ca. 1:30 zieht der Song etwas an und wird zur Rock-Ballade, die seicht an Creed erinnert.
Deutlich kräftiger, mit einer Pop Note versehen, schlägt „The Only Truth“ zu Buche. Hier und da lässt sich ein Growl erhaschen, und es gibt sogar ein Gitarrensolo in der Mitte des Tracks.

Einen leichten orientalischen Touch liefert „I Fall Again“, der mächtig aus den Boxen hämmert. Bassdrumgeballer neben hartem Riffing sind hier Programm. Auch die Gesangsspur ist mal kraftvoller ausgefallen, deutlich mehr Growls werden eingeworfen. Im Refrain, der wieder Ohrwurmcharakter hat, wird jedoch wieder mit den melodischen, leichteren Vibes wie schon zuvor gearbeitet. Noch so ein leicht poppiger Track folgt mit „That’s How I’ll Face The End“, auch hier wurde ein kleiner Ohrwurm platziert. Im letzten Drittel wird noch mal ein Zahn zugelegt und rauer zur Sache gegangen.

Mit einem leichten Korn meets Sepultura-Beigeschmack schallt „Primal Rage“ aus der Anlage. Scheppernder Bass, rotzig, raue Vocals prallen auf melodischen Klargesang. Zum Schluss gibt es sanftes Keyboardgeklimper.
Atmosphärische Synthklänge fluten den Raum. „A World Of Futole Pains“ liefert einen gelungenen Abschluss zu Album. Nach 1:20 zieht der Song deutlich an Tempo an. Vom Traumzustand über Pop ab ins Rockkonzert, und das in nur einem Track. Gitarrensoli, Drumgeballer und einfach ein gutes Arrangement machen den Track zum gelungenen Rauswerfer, der gleichzeitig dazu verleitet, das Album direkt von vorn zu starten.

Fazit: Disconnected schaffen es mit ihrem Album „We Are Disconnected“ den Zuhörer in ihren Bann zu ziehen. Die Tracks sind abwechslungsreich, gehen ins Ohr, sind super bei den verschiedensten Gelegenheiten zu hören. Ob ihr nun alleine oder mit Freunden im Auto sitzt, alleine am chillen seid, der Longplayer ist einfach sehr gut. Lediglich die Growls hätten noch einen Ticken härter sein können, hier fehlt uns einfach noch etwas mehr Power. Fans von Gojira, Deftones und Alter Bridge könnte dieses Album gefallen!

Punkte 9,5 von 10

Tracklist
01. Life Will Always Find It’s Way
02. King Of The World
03. Your Way To Kill
04. The Only Truth
05. I Fall Again
06. That’s How I’ll Face The End
07. Primal Rage
09. A World Of Futile Pains

Disconnected
We Are Disconnected
VÖ: 01.04.2022
Genre: Modern Metal

Album bestellen
Deezer/Spotify/AppleMusic

Disconnected im Web
Facebook

Vorheriger Artikel„Totentanz“ – von und mit Oberer Totpunkt – Review
Nächster ArtikelFlorian Grey – A Cold Days Night Vorankündigung